Fünf Dinge, die bei der Umstellung auf Linux nicht mehr hören kann
Egal, mit wem ich über den Umstieg auf Linux diskutiere, Linux-Enthusiasten oder Windows-Fanboys, irgendwann kommt eines der folgenden Schein-Argumtente um die Ecke.
Flop 1: Man braucht fast keine Kommandozeile mehr unter Linux
Wer möchte, kann sein Linux seit Jahrzehnten ohne Kommandozeile bedienen und konfigurieren. Das will nur eigentlich niemand, weil über die Kommandozeile vieles einfacher und schneller geht als über Klickmenüs. Auch Anleitungen lassen sich leichter nachvollziehen. Nicht ohne Grund versucht Microsoft eine Shell in Windows zu etablieren, steht sich dabei aber wieder selbst im Weg.
Flop 2: In der Microsoft-Welt ist alles so gut integriert
Wirklich? Dafür, dass alles von demselben Hersteller kommt, ist die Integration eher mäßig. An den entscheidenden Stellen fehlt sie seit Jahren, von der Interoperabilität mit anderen Produkten ganz zu schweigen.
Flop 3: Spiele laufen überraschend gut unter Linux
Die meisten Spiele laufen deutlich besser und stabiler unter Linux als unter Windows. Enorm besser, wenn man bedenkt, dass hier oft eine Emulation notwendig ist, die auch Performance kostet.
Flop 4: Das geht fast ohne Gefrickel
Linux ist eine professionelle Plattform, die ohne Bastellösungen auskommt, wenn man sie so betreibt, wie es vorgesehen ist. Nicht umsonst laufen die meisten Server mit Linux.
Wenn du über die vorgesehene Verwendung hinausgehen willst, ist das unter allen Betriebssystemen mühsam. Der Unterschied ist allerdings, dass es unter Linux viel mehr Möglichkeiten, sein Ziel auch zu erreichen.
Flop 5: Ich würde ja gerne, aber Adobe Photoshop geht nicht
Ja, dann bleib halt unter Windows. Wer etwas möchte, findet Wege, alle anderen finden Ausreden. Adobe Photoshop ist eine Anwendung, die technisch ohne Probleme unter Linux laufen würde, aber der Hersteller verhindert dies durch 'Kopierschutz-Mechanismen'. Trotzdem gibt es genug Möglichkeiten umzusteigen, wenn man wirklich will: Dualboot, Gimp, Photoshop-Online, etc.
Ist das ein vollwertiger Ersatz für jemanden, der Photoshop täglich bis in alle Ecken ausreizt? Natürlich nicht, für alle anderen schon. Und wer PS wirklich professionell nutzt, hat hoffentlich einen dafür optimierten Mac unter dem Schreibtisch.
Ähnliches gilt für viele Spezialanwendungen und noch immer für Spiele einiger Hersteller.
Fazit
Gründe auf Linux umzusteigen gibt es jeden Tag mehr, technische Hindernisse so gut wie keine mehr.
