Die Eisenhower-Methode schadet der Delegation

Die sog. Eisenhower-Methode (vgl. Wikipedia) ist eine gute Methode, um den Unterschied zwischen wichtigen und dringenden Aufgaben zu verdeutlichen. Wenn die Unterscheidung nicht beachtet wird, besteht die große Gefahr, sich vor allem um die dringenden Dinge zu kümmern. Dabei können auch Dinge sein, die zwar dringend, aber kaum wichtig sind. Dadurch geht die Zeit für wichtige, aber eben nicht dringende Dinge verloren. Die Eisenhower-Methode verdeutlicht diese Unterscheidung sehr anschaulich. Mehr aber auch nicht. Sie ist absolut nicht als Zeitmanagement-Instrument nicht geeignet ist, wozu sie absolut nicht geeignet ist. Denn dabei wird versucht, etwas in ein Schema zu pressen, dass keinen Sinn macht.

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Turn the Ship Around! A True Story of Turning Followers Into Leaders

Vor kurzem habe ich das Buch „Turn the Ship Around!“ von David Marquet gelesen. Darin beschreibt Marquet wie er das Mindset einer U-Boot-Besatzung drehen konnte. In nur wenigen Monaten wird durch den „Leader-Leader“-Ansatz aus einem Schiff das am unteren Ende der Bewertungen der Navy rangiert eines der besten. Das geschieht nicht durch harten Drill und strenge Disziplin sondern dadurch, dass das Mindset verändert wird: Alle werden dazu gebracht mitzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Das geht aber nur, weil der Kapitän es schafft, dass alle Sinn und Ziel ihrer Mission verstehen und entsprechend handeln können.

Marquet schildert die Situation und die entsprechenden Maßnahmen sehr offen. Dabei werden nicht nur die Maßnahmen und deren Umsetzung beschrieben, Marquet bemüht sich auch das zugrundeliegende Prinzip herauszuarbeiten. Dadurch ist eine Übertragung in eine andere Umgebung möglich. Und auch wenn der Wandel sehr schnell passiert und sich Märchenhaft anmutet, werden Fehlschläge nicht verschwiegen; Marquet schildert auch, wie er selbst mit der Umsetzung des ein oder anderen Prinzips kämpfen musste und wie er selbst mehrmals kurz davor stand, aufzugeben.

Sicherlich ist die Situation auf einem U-Boot eine sehr besondere und nicht ohne weiteres mit der in normalen Unternehmen oder Abteilungen vergleichbar. Es ist aber doch überraschend, wie häufig es sich um die gleichen oder ähnliche Probleme handelt, vor denen man auch in den Abteilungen „normaler“ Unternehmen steht. Marquet beendet jedes Kapitel mit einer Reihe von Fragen, die diesen Transfer nochmals erleichtern.

Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber das Buch hatte mich nach wenigen Seiten bereits in seinen Bann gezogen.

Marquet, David L.: „Turn the Ship around! A True Story of Turning Followers Into Leaders“ (en) (Amazon)