Was ist das Gegenteil eines agilen Teams?

Das Gegenteil eines agilen Teams ist ein festes Team. Die Bezeichnung ist bewusst neutral gewählt, weil weder agil noch fest eine Bewertung enthalten soll. Ob ein agiles oder ein festes Team „besser“ sind, hängt stark von vielen Faktoren ab – nicht zuletzt davon wie „besser“ definiert ist.

In einem stabilen Umfeld, wie es in der Industrie lange die Regel war, dürfte ein festes Team deutlich besser abgeschnitten haben als ein agiles.

Im einzelnen kann man ein festes Team durch folgende Attribute beschreiben:

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Was zeichnet ein agiles Team aus?

Ein agiles Team zeichnet sich, meiner Meinung nach, dadurch aus, proaktiv auf sich ändernde Situationen umgehen zu können.

Im Detail sind dies folgende Punkte:

  1. Konsequente Orientierung am wahrgenommenen Kundennutzen
  2. Vermeidung von Verschwendung
  3. Fokussierung auf die Kernkompetenzen des Teams
  4. Gelebte Eigenverantwortung jedes Teammitglieds
  5. Konstruktiver Umgang mit Prozessen und Systemen; konstruktiver Umgang mit Fehlern, die es erlaubt aus Fehlern zu lernen.
  6. Intrinsisch motivierte Weiterentwicklung der Team-Mitglieder
  7. Fähigkeit, neue Mitglieder schnell aufzunehmen und den Weggang von Mitgliedern angemessen zu kompensieren.
  8. Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit innerhalb des Teams und mit anderen Teams, insbesondere dem Kunden – auch über Unternehmens- und Ortsgrenzen hinweg.
  9. Etablierte Problemlösungs- und Umsetzungskultur
  10. Eine Kommunikationskultur, bei der Effektivität über Effizienz geht, ist etabliert.

Die einzelnen Punkte bedingen sich zum Teil gegenseitig, einzelne Aspekte könnte man sogar als Synonyme interpretieren.

Deshalb besteht auch nicht unbedingt eine Reihenfolge zwischen den einzelnen Punkten, abgesehen davon, dass Punkt 1 – Orientierung am Kundennutzen – deutlich hervorsticht.

Agilität heißt nicht Geschwindigkeit

Gerne wird Agilität, also Beweglichkeit, mit Geschwindigkeit oder Schnelligkeit gleichgesetzt.

Häufig liefern agile Projekte ja auch schneller ein greifbares Ergebnis.

Dennoch ist es ein Trugschluss, dass agile Projekte automatisch schneller sind als klassische Projekte. Gute klassische Projekte können mindestens ebenso schnell sein, wie agile. Im Gegenteil, wenn es tatsächlich nur auf Geschwindigkeit ankommt, ist ein klassischer Ansatz womöglich die bessere Wahl.

Wieso ist agil langsamer? Und wieso soll man dann überhaupt agil vorgehen?

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Veröffentlicht in Agile |

Wahrgenommener Nutzen schlägt Produktivität

Produktivität ist gut! Aber nicht immer. Manchmal ist „Nichts-Tun“ die beste Tätigkeit und bringt den größten Nutzen.

„Einfach mal die Klappe halten, und den Kunden machen lassen“ fällt gerade uns Beratern immer schwer. Produktivität muss nicht immer einen Mehrwert für den Kunden bringen. Wenn Dinge produziert werden, die der Kunde gar nicht haben möchte,dann nützt die höchstes Produktivität nichts.

Aber auch „nutzen“ alleine genügt nicht!

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