Das Pareto-Prinzip gilt nicht mehr!

Das Pareto-Prinzip, auch bekannt als 80/20-Regel, wird gerne bemüht, wenn es darum geht, dass mit wenig Aufwand (20%) ein Großteil der gewünschten Wirkung (80%) erzielt wird.

Es ist natürlich sehr effizient, genau diese 20% einzusetzen, um damit bereits Wirkung zu erzielen. Leider ist dieses Prinzip nicht mehr ohne weiteres auf die Bedürfnisse unserer Kunden zu übertragen – falls es dies überhaupt jemals wahr.

Es zerbröselt gleich von zwei Seiten: Wenn wir früher, mit wenig Aufwand einen Großteil unserer Kunden zufrieden stellen konnte, war es einfach nicht effizient, viel mehr Aufwand zu betreiben, um den Rest unserer Kundschaft auch zu erreichen. Der sog. Grenznutzen nimmt stetig ab. Das war richtig, solange die Marktsituation von Mangel geprägt war. In derart gesättigten Märkten, wie wir sie in den meisten Industrien schon lange haben, können wir uns nicht mehr leisten, 20%, unserer Kunden zu ignorieren.

Konnten wir das überhaupt jemals? Aber wir tun’s, das Pareto-Prinzip schreibt es uns ja sogar vor!!!! Dabei ist mir klar, dass die Zahl „20%“ hier genauso sinnlos weil beliebig ist, wie in allen anderen Anwendungen des Pareto-Prinzips.

Die zweite Stelle, an der es bröselt, ist der große Block, also die 80%, die wir ja mit „nur“ 20% Aufwand erreichen. Ja. Zum Glück gibt es noch eine große Masse, die wir über Standardprozesse abwickeln können. Das Dumme ist nur, dass wissen die mitlerweile auch. Und andere können auch „Standard-Prozess“. Überraschung? Eigentlich nicht. Das total Überraschende Problem: Sinkende Margen, Mehraufwand pro Kunde und/oder häufige Anbieterwechsel, oft als „preissensible“ Kunden beschimpft.

Die typsiche Reaktion, als logische Folge aus dem Pareto-Prinzip: Steigerung der Effizienz, zu Deutsch: Sparen – koste es was es wolle.

In unserer komplexen Welt gibt es auf jede Frage eine Reihe Antworten wie das Pareto-Prinzip. Sie sind einfach, nachvollziehbar und für jeden (Manager) verständlich.
Aber vor allem sind sie falsch!



Was macht ein gutes Meeting aus?

Für mich gibt es vier Punkte, die erfüllt sein müssen, damit ein Meeting ein Erfolg war:

  1. Klare Resultate: Am Ende einer Besprechung sollte für jeden der Teilnehmer klar sein, was er bis wann zu tun hat und es sollte Einigkeit über das Ergebnis herrschen – selbst wenn man sich nur einig war, sich (in diesem Meeting) nicht zu einigen.
  2. Vorbereitete Teilnehmer: Jeder Teilnehmer, nicht nur der Organisator sollte auf das Meeting angemessen vorbereitet sein
  3. Struktur: Das Meeting sollte eine Struktur haben, die hilft, das Resultat zu erzielen, das setzt natürlich voraus, dass es mindestens einen Zweck für das Meeting gibt. Und schließlich:
  4. Sinvolles Timing: Das muss nicht unbedingt „pünktlich“ heißen, sondern kann auch mit einer deutlichen Verspätung sein, wenn es dafür gute Gründe gibt.

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