Turn the Ship Around! A True Story of Turning Followers Into Leaders

Vor kurzem habe ich das Buch „Turn the Ship Around!“ von David Marquet gelesen. Darin beschreibt Marquet wie er das Mindset einer U-Boot-Besatzung drehen konnte. In nur wenigen Monaten wird durch den „Leader-Leader“-Ansatz aus einem Schiff das am unteren Ende der Bewertungen der Navy rangiert eines der besten. Das geschieht nicht durch harten Drill und strenge Disziplin sondern dadurch, dass das Mindset verändert wird: Alle werden dazu gebracht mitzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Das geht aber nur, weil der Kapitän es schafft, dass alle Sinn und Ziel ihrer Mission verstehen und entsprechend handeln können.

Marquet schildert die Situation und die entsprechenden Maßnahmen sehr offen. Dabei werden nicht nur die Maßnahmen und deren Umsetzung beschrieben, Marquet bemüht sich auch das zugrundeliegende Prinzip herauszuarbeiten. Dadurch ist eine Übertragung in eine andere Umgebung möglich. Und auch wenn der Wandel sehr schnell passiert und sich Märchenhaft anmutet, werden Fehlschläge nicht verschwiegen; Marquet schildert auch, wie er selbst mit der Umsetzung des ein oder anderen Prinzips kämpfen musste und wie er selbst mehrmals kurz davor stand, aufzugeben.

Sicherlich ist die Situation auf einem U-Boot eine sehr besondere und nicht ohne weiteres mit der in normalen Unternehmen oder Abteilungen vergleichbar. Es ist aber doch überraschend, wie häufig es sich um die gleichen oder ähnliche Probleme handelt, vor denen man auch in den Abteilungen „normaler“ Unternehmen steht. Marquet beendet jedes Kapitel mit einer Reihe von Fragen, die diesen Transfer nochmals erleichtern.

Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber das Buch hatte mich nach wenigen Seiten bereits in seinen Bann gezogen.

Marquet, David L.: „Turn the Ship around! A True Story of Turning Followers Into Leaders“ (en) (Amazon)

Warum gerade Todoist?

Todoist ist eine Aufgabenverwaltung. Man kann sie sowohl über Apps für fast alle Geräte, auch Blackberry und Windows als auch über die Website vom Desktop aus nutzen. Sowohl Website als auch Apps machen einen aufgeräumten Eindruck, nutzen den Platz aber vernünftig aus. Todoist schafft eine Balance zwischen intuitiver Bedienung und Funktionen, die man nur findet, wenn man die Bedienungsanleitung liest oder besser auswendig lernt.

Das hält die Eingabemaske von Terminen schlank, weil man sich nicht durch ein Dutzend Optionen klicken muss, die man einmal pro Jahr benötigt. Trotzdem ist die Funktion vorhanden und kann sogar sehr schlank ausgewählt werden.

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Neue Literatursammlung begonnen

Im Moment werde ich in vielen Situationen nach weiterführender „Literatur“ gefragt. Deshalb habe ich begonnen, dass was auf dieser Site bereits vorhanden war, thematisch zu sortieren und zu ergänzen. Rezensionen zu den empfohlenen Werken hoffe ich nach und nach dazu packen zu können.

Die Listen finden Sie unter „Literatur & Co„, thematisch sortiert und (hoffentlich) stetig wachsend.

Anregungen, Ergänzungen und Kommentare sind jederzeit willkommen.
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Was ist das Gegenteil eines agilen Teams?

Das Gegenteil eines agilen Teams ist ein festes Team. Die Bezeichnung ist bewusst neutral gewählt, weil weder agil noch fest eine Bewertung enthalten soll. Ob ein agiles oder ein festes Team „besser“ sind, hängt stark von vielen Faktoren ab – nicht zuletzt davon wie „besser“ definiert ist.

In einem stabilen Umfeld, wie es in der Industrie lange die Regel war, dürfte ein festes Team deutlich besser abgeschnitten haben als ein agiles.

Im einzelnen kann man ein festes Team durch folgende Attribute beschreiben:

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Was zeichnet ein agiles Team aus?

Ein agiles Team zeichnet sich, meiner Meinung nach, dadurch aus, proaktiv auf sich ändernde Situationen umgehen zu können.

Im Detail sind dies folgende Punkte:

  1. Konsequente Orientierung am wahrgenommenen Kundennutzen
  2. Vermeidung von Verschwendung
  3. Fokussierung auf die Kernkompetenzen des Teams
  4. Gelebte Eigenverantwortung jedes Teammitglieds
  5. Konstruktiver Umgang mit Prozessen und Systemen; konstruktiver Umgang mit Fehlern, die es erlaubt aus Fehlern zu lernen.
  6. Intrinsisch motivierte Weiterentwicklung der Team-Mitglieder
  7. Fähigkeit, neue Mitglieder schnell aufzunehmen und den Weggang von Mitgliedern angemessen zu kompensieren.
  8. Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit innerhalb des Teams und mit anderen Teams, insbesondere dem Kunden – auch über Unternehmens- und Ortsgrenzen hinweg.
  9. Etablierte Problemlösungs- und Umsetzungskultur
  10. Eine Kommunikationskultur, bei der Effektivität über Effizienz geht, ist etabliert.

Die einzelnen Punkte bedingen sich zum Teil gegenseitig, einzelne Aspekte könnte man sogar als Synonyme interpretieren.

Deshalb besteht auch nicht unbedingt eine Reihenfolge zwischen den einzelnen Punkten, abgesehen davon, dass Punkt 1 – Orientierung am Kundennutzen – deutlich hervorsticht.

Nutzwertanalyse – erst Schätzen, dann genau rechnen?

Die Nutzwertanalyse verspricht in komplexen Situationen eine mathematische Entscheidungsunterstützung. Das Verfahren hilft, wenn man sich zwischen zwei (oder mehr) Varianten entscheiden muss, die sich durch eine Reihe von unterschiedlichen Attributen auszeichnen. Beim Kauf einer Wohnung kann das neben der Größe auch die Lage und natürlich der Mietpreis und die Ausstattung sein. Für jedes Attribut wird zunächst ein Gewicht festgelegt, je nachdem wie wichtig das Attribut ist. Ist mir also die Lage wichtiger als die Ausstattung. Wie wichtig ist mir die Miete? usw. Dann werden die einzelnen Attribute für jede Variante ermittelt.

Diese werden mit dem zuvor festgelegten Gewicht multipliziert und danach addiert. Dadurch erhält man für jede Variante eine mathematische Bewertung und die Variante mit dem höchsten Gesamtwert ist die beste – theoretisch zumindest.

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Den Tag mit E-Mails beginnen?

Viele der Zeitmanagement-Gurus empfehlen, statt morgens als erstes seine Mails zu lesen, lieber „mit richtiger“ Arbeit zu beginnen und die Mails auf später zu verschieben. Vielen macht das ein schlechtes Gewissen, weil sie doch lieber als erstes einen Blick in ihren Posteingang werfen.

Für mich hat sich dieses auf verschiedenen Gründen bewährt. Wenn möglich lese ich die Nachrichten bereits auf dem Weg – was vor allem deshalb funktioniert weil ich mich nicht selbst morgens durch den Frankfurter Verkehr quälen muss.

Für mich hat dieser Mailcheck eine Reihe von Vorteilen:

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Konsens heißt nicht Kuschelkurs!

„Konsens klingt schön, geht aber bei uns gar nicht!“ – „Das funktioniert vielleicht bei den Japanern, aber nicht hier in Europa“ – „Wir brauchen schnelle Entscheidungen und keine ewigen Diskussionen!“ – so oder so ähnlich verläuft die Diskussion häufig, wenn das Konsensprinzip an­ge­sprochen wird.

Der Begriff scheint in vielen Unternehmen verbrannt zu sein. Das Prinzip zu ignorieren wäre aber schade, denn mittelfristig ist es allen Alternativen überlegen.

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Muss eine Besprechung pünktlich beginnen?

Eine der deutschen Tugenden ist Pünktlichkeit. Nur merkt man gerade bei Besprechungen häufig wenig davon.Und wie viel Pünktlichkeit ist überhaupt notwendig?

Wenn pünktliche Teilnehmer auf Zuspätkommer warten, entstehen Kosten. Diese lassen sich leicht ausrechnen. Was aber ist mit dem Aufwand, der notwendig ist, um rechtzeitig da zu sein? Wer sicher zu Beginn des Meetings anwesend sein will, muss die ein oder andere Verzögerung einplanen. Treten diese Probleme nicht auf, ist man zu früh dran. Auch dadurch entstehen Kosten. Diese tauchen aber in keiner Statistik auf.

Ist dann zu spät kommen doch die bessere Alternative?

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